Was ist „Fair“ an Slokoffie?

By Thomas Riedel-Fricke

 

Willkommen in Honduras

Danach hieß es Koffer packen für Thomas, Maxi Borchers und Dexter Crowe. Die Rollen auf dieser Reise waren klar verteilt. Maxi war unsere Dolmetscherin, Dexter der Filmer und Fotograf. Thomas’ Aufgabe war es für das Abenteuer des gese­gel­ten Kaffees zu werben und die formulierten An­sprü­che an den Kaffee, die Umwelt und Arbeitsbedingungen zu verifizieren. Kernpunkt dieser Reise war es, herauszufinden ob die Menschen, die wir im Zusammenhang mit dem Exporteur Molinos de Honduras, der Kooperative CAFICO und ihrem Kaffee treffen konnten, den Anspruch an Ihr soziales und natürliches Umfeld so umsetzen, wie es uns beschrie­ben wurde.

 

 

Es folgte eine Zeit geballt voll mit Informationen …

Jeden Tag rauchten die Köpfe. Abends wurden Eindrücke zusammengetragen und Meinungen ausgetauscht. Während Maxi und Thomas sich auf die Gespräche konzentrierten, filmte und fotografierte Dexter den Menschen in seiner Kaffeeumwelt.

 

Das Willkommen in Honduras war super herzlich,
der Informationsfluss offen und transparent.

So lernten wir zu allererst, dass es gut vier bis fünf Jahre dauert, eine Finca zu einem BIO zertifizierten Betrieb umzubauen. Das sind lange Jahre mit wenig oder gar keinem Einkommen, dieser Umbau funktioniert nur innerhalb einer starken Gemeinschaft, wie der Kooperative CAFICO und der Unterstützung von Unternehmen wie Molinos de Honduras.

Um in Honduras eine Zertifizierung als biologisch nachhaltig operierendes Unternehmen zu bekommen, werden die Bereiche Feld, Kaffeeanbau, Dünger, Schattenbäume, Flußläufe, Wasserversorgung und die sozialen Arbeitsbedingungen beleuchtet. Zertifizierte Kaffeebauern zeigen stolz die verpflichtende Er­klärung am Eingang zu ihrer Finca, Konditionen die unter den Überschriften ‚Sociales’ und ‚Ambientales’ zusammen­gefasst werden.

 

Die renaturierten Flußläufe hat Thomas als am beein­druckend­sten beschrieben. Vor der BIO-Zertifizierung haben die Kaffeepflanzen bis dicht an den Wasserlauf gestanden. Die Wurzeln der Kaffeepflanze halten jedoch nicht so gut das Erdreich fest, wie es die vielen Kräuter, Gräser und sonstigen Pflanzen tun, die üblicherweise und heute wieder die Ufer säumen. Das Ergebnis ist in der Region Copan wirklich glasklares sauberes Wasser, welches nun auch in den Dörfern direkt wieder als Trinkwasser genutzt wird.